Bürgermeister-Brief an die Bevölkerung zur aktuelle Lage

Liebe Höchenschwanderinnen und Höchenschwander,

wir befinden uns derzeit in einer ungewissen Zeit, in der uns der sogenannten Coronavirus fest in der Hand hat und praktisch das normale Leben stark einschränkt und schon fast bestimmt.
Die Lage fordert mich täglich neue Entscheidungen zu treffen und Gespräche zu führen, um mögliche Maßnahmen vorzubereiten. Wir sind trotz geschlossenem Rathaus für Sie im Dienst.

Um die Worte der Bundeskanzlerin aufzugreifen und zu wiederholen:„Die Lage ist ernst, nehmen Sie es auch ernst“. Wenn unser Staatsoberhaupt in ihrer Ansprache eine solche Aussage trifft, sollten – nein – müssen wir uns daran halten.

Für die nächsten zwei Wochen ist es enorm wichtig, dass wir die sozialen Kontakte auf ein Minimum reduzieren, dass wir uns besonnen verhalten und unnötige Kontakte vermeiden. Dies hilft den Virus in unserem direkten Umfeld einzubremsen und die Verbreitung zu verlangsamen.
Und es hilft uns eventuell auch selbst, gesund zu bleiben!

Leider macht aber der Virus auch vor Höchenschwand nicht Halt. Wir werde nicht das Glück haben, dass wir komplett verschont bleiben werden. Dafür ist die Welt und das Umfeld von uns zu gut vernetzt. Umso wichtiger ist es daher, Hygiene- und Verhaltensregeln einzuhalten und zu befolgen.

Nicht ohne Grund mussten wir bereits schon jetzt die Spielplätze und öffentlichen Gebäuden schließen und Veranstaltungen absagen.

Daher fordere ich Sie auf:

-          Halten Sie sich an die Anweisungen und Vorgaben von Bund und Land

-          Untersagt sind Zusammenkünfte jeglicher Art, d.h. Vereinstermine, private Treffen und alles, was über den familiären Rahmen hinaus geht

-          Halten Sie Abstand beim Einkauf, beim Spaziergang usw.

-          Waschen Sie sich mindestens stündlich die Hände und greifen sich nicht unbewusst ins Gesicht

-          Halten Sie alle Gegenstände wie Türklingen und anderes, die häufig genutzt werden sauber

-          Reduzieren Sie die sozialen Kontakte auf das Nötigste

-          UND BLEIBEN SIE NACH MÖGLICHKEIT ZUHAUSE!

 

 

Diese Maßnahmen sind keine Einschränkung aus Willkür, sondern helfen, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen und vor allem zu verlangsamen. Eine solche Epidemie überfordert das Gesundheitswesen und stellt uns auf eine harte Probe.

 

Bitte überzeugen Sie auch Ihre anderen Familienmitglieder, sich an die Weisungen zu halten! Jugendliche, aber auch einige ältere Mitmenschen nehmen die Warnungen nicht ausreichend ernst, so dass es immer wieder dazu kommt, dass man Leute auf öffentlichen Plätzen in Gesellschaft sieht.

Um diese Zeit gut zu überstehen, rate ich Ihnen, dass Sie Ihre Kontakte via Telefongespräche, per SMS oder WhatsApp Nachrichten halten und so die Begegnung für die nächsten zwei Woche komplett einschränken.

Jeder Mensch benötigt natürlich Lebensmittel. Daher sind Einkäufe nach wie vor möglich. Aber auch hier gilt: achten Sie auf Abstand, waschen oder desinfizieren Sie sich die Hände. Auch ist der Gang zur Arbeitsstätte notwendig, damit das gesamte System im Land nicht zusammenbricht.

Wichtig ist dabei aber in jedem Fall: beobachten Sie sich und Ihren Körper. Fühlen Sie sich unwohl, haben erhöhte Körpertemperatur und oder Anzeichen von Husten, Heißerkeit oder Halsschmerzen? Dann bleiben Sie zuhause, kontaktieren einen Arzt telefonisch oder melden Sie sich beim Gesundheitsamt.  Überlegen Sie, mit wem Sie wann in Kontakt waren, um eine mögliche Ansteckung nachvollziehen zu können.

Wir haben einen Einkaufsservice für diejenigen organisiert, welche zur „Risikogruppe“ gehören. Dies sind Senioren ab 65 Jahren, Menschen mit Vorerkrankungen oder jene, die einfach Angst vor einer Infektion haben. Mit dem Nachbarschaftshilfeverein ist vereinbart, dass sie telefonisch für weitere Fragen, Hilfeleistungen oder auch einfach für Gespräche bereit stehen. Hilfsbereite Menschen dürfen sich ebenfalls gerne beim Nachbarschaftshilfeverein melden.

 

BITTE NEHMEN SIE DEN CORONAVIRUS NICHT AUF DIE LEICHTE SCHULTER –

BEACHTEN SIE DIE HINWEISE UND VORGABEN UND BEOBACHTEN SIE IHREN GESUNDHEITSZUSTAND UND BLEIBEN SIE DIE NÄCHSTEN ZWEI WOCHEN ZUHAUSE.

Ich wünsche Ihnen und uns allen, dass wir diese ungewöhnliche Zeit gemeinsam durchstehen. Die nötige Kraft und Gelassenheit, sowie eine Portion Lebensfreude, trotz aller Einschränkungen.

Ich bin überzeugt, dass wir in der ländlichen Region einigermaßen glimpflich davon kommen können, wenn wir uns an die Regeln halten und uns gegenseitig unterstützen!

Bleiben Sie gesund und passen Sie auf sich und Ihre Familien auf.

 

 

Ihr Bürgermeister, Sebastian Stiegeler (20.03.2020)

 

Die wichtigsten Telefonnummern:

Nachbarschaftshilfeverein Höchenschwand                      0152 / 518 865 07

Einkaufsservice / Tourist Information                                07672 / 4818 0

Gesundheitsamt Landkreis Waldshut                              07751 / 865 101

Bürgerhotline des Landratsamt Waldshut                         07751 / 865 151

Servicetelefon Bundesministerium für Gesundheit              030 / 346 465 100

Bürgertelefon Landesgesundheitsamt Stuttgart                  0711 / 904 395 55

Notruf                                                                             112

Polizei                                                                            110