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11-Dörfer-Weg

11-Dörfer-Weg

Der besondere Reiz dieses 17,5 km langen Wanderweges besteht einerseits in seiner geographischen Lage auf einem Südplateau im Hochschwarzwald in 700 bis 1000 m Höhe und andererseits in der abwechslungsreichen Streckenführung durch Wald, Feld und Dörfer.

 

Geniessen Sie die faszinierende Alpensicht!

Tourenbeschreibung: 1. Etappe: Friedhofsparkplatz - Kreuzstein - Strittberg (2,5 km)

Bereits am Ausgangspunkt des 11-Dörfer-Weges wird Ihnen ein Vorgeschmack auf die landschaftliche Schönheit des Höchenschwander Berges gegeben. Eine farbige Übersichtstafel zeigt die Silhouette der Alpenkette, gibt Auskunft über die Namen und Höhen der Berge und erleichtert die Orientierung durch die Darstellung des Dorfes Attlisberg im Vordergrund.
Folgen Sie dem parallel zur Kreisstraße verlaufenden Rad-/Gehweg in östlicher Richtung bis zum Kreuzstein. Hier tauchen Sie dem „Fernwanderweg Pforzheim-Waldshut“ folgend in den Fichtenwald ein, biegen aber schon nach ca. 200 m leicht nach rechts ab und wandern dann durch einen hohen Fichtenwald parallel zur Kreisstraße Richtung Strittberg weiter. Als die Strittberger Bauern früher Wiesen in der „Höchenschwander Matt“ bewirtschafteten, existierte durch diesen Wald bereits ein vielbegangener Fußweg.
Zum „haie“ (heuen) und „ämde“ (2-ter Schnitt) marschierten sie mit Frauen und Kindern auf direktem Weg zu diesen Wiesen, die mittlerweile jedoch aufgeforstet sind.
Sobald Sie den Wald verlassen, wandern Sie auf dem parallel zur Kreisstraße angelegten Fußweg nach Strittberg. Zur Stärkung bietet sich eine Rast im „Gasthaus Adler“ (Montags Ruhetag) an.

2. Etappe: Strittberg - Segalen - Ellmenegg - Attlisberg (4,5 km)

Vom Strittberger Oberdorf führt der Weg über den Dorfplatz ins Unterdorf. Biegen Sie beim letzten Haus auf der rechten Seite rechts ab. Nachdem Sie Strittberg verlassen haben führt Sie der Weg erneut in ein Waldstück. Nun geht es weiter abwärts, bis Sie den Mühlebach erreichen und diesen überqueren. Der Weg steigt schräg am Osthang des Mühlebachtales empor, bis der nächste Höhenpunkt, das „Segaler Kreuz“, erreicht ist. Auf diesem Weg wurde noch in den 60er Jahren die Flurprozession durchgeführt und nicht selten verhakten sich Kreuz und Fahnen im Geäst der Bäume.
Vom Segaler Kreuz aus folgen Sie dem asphaltierten Weg abwärts und biegen an der ehemaligen Sandgrube links ab. Die Gemeindestraße führt Sie in den idyllisch ins Tal eingebetteten Weiler Segalen.
Im Dorf zweigt der 11-Dörfer-Weg nach rechts ab. Nach wenigen Metern lädt die „Bruder-Klaus-Kapelle“ zur besinnlichen Rast ein, bevor Sie sich, der Beschilderung folgend, auf den Weg nach Ellmenegg machen.
Auf dem etwa horizontal verlaufenden Waldweg dringen Sie ins das „Salzbachtal“ ein, überqueren in einer Kehre den Bach und steigen dann den Wald empor, bis Sie auf das freie Feld hinaustreten. Nun sind Sie bereits kurz vor Ellmenegg. Nach ca. 100 Metern auf gut ausgebauten Feldwegen erreichen Sie das Dorf und biegen gleich nach links ab, um sich am Dorfbrunnen zu erfrischen. Dann durchqueren Sie das Dorf auf der Dorfstraße in nördlicher Richtung. Am Ortsende biegen Sie nach links auf den historischen Pfad von Ellmenegg nach Attlisberg ein.

3. Etappe: Attlisberg - Unterweschnegg - Tiefenhäusern (5,6 km)

Von Attlisberg führt der Hauptweg in Richtung Süden zuerst durch Felder und Wiesen, später im Wald, hinunter ins Aubachtal. Sie folgen dem „Kirchweg“, über welchen die Unterweschnegger Bürger den Sonntags-Gottesdienst in Höchenschwand besuchten.
Nach der Überquerung des Aubaches treibt Ihnen ein kurzer, aber steiler Anstieg Schweiß auf die Stirn. Sogleich Sie wir für unsere Mühen belohnt. Sie erreichen Unterweschnegg, einem kleinen Weiler mit ca. 60 Einwohnern. Hier lässt sich die Besiedelung des Höchenschwander Berges nachvollziehen. Auf gerodeten Höhenrücken, eingerahmt von Tälern, entstanden Höfe, die sich zu kleinen Dörfer entwickelten. Die Häuser blicken nach Süden und sind von typischen Streuobstwiesen, den sogenannten „Hausmatten“ - im Volksmund „Husmatt“ genannt - umgeben.
Der 11-Dörfer-Weg führt Sie durch das Dorf weiter nach Süden. Bevor Sie wieder in den Wald eintauchen, sollten Sie noch einmal umdrehen, um die Schönheit, Ruhe und Geborgenheit, die das Dörflein Unterweschnegg ausstrahlt, zu genießen.
Nun geht es talwärts dem tiefsten Punkt des 11-Dörfer-Weges entgegen. Insbesondere im Herbst ist dieses Teilstück besonders reizvoll, weil es durch einen in dieser Region selten anzutreffenden Laubwald führt.
Sie sind nun am tiefsten Punkt der Wanderung, ca. 720 m. ü. NN, angekommen. Vor Ihnen liegt ein kontinuierlicher Anstieg von ca. 180 Höhenmetern. Bei gemäßigtem Tempo wird auch diese Etappe ein Genuss, denn im Schatten der Bäume dringt nur das Rauschen des Baches an Ihr Ohr.
Nach der Überquerung des Aubaches und einem kurzen, steilen Wegstück öffnet sich die Landschaft, es wird heller, saftige Wiesen säumen den Weg und Tiefenhäusern fesselt Ihren Blick. Dieses auf der Lee-Seite (windabgewandte Seite) des Höhenzuges Bannholz -Höchenschwand gelegene Dorf wurde im Jahr 894 erstmals urkundlich erwähnt und ist somit das älteste Dorf in der Gemeinde Höchenschwand. Der Dorfbrunnen lädt zu einer Erfrischung ein, die nach einigen Metern, vorbei an der „Anna-Kapelle“, durch eine Erfrischung im „historischen Landgasthof Rössle“ (Donnerstags Ruhetag) ergänzt werden kann. Dieses traditionsreiche Gasthaus, seit 1823 im Besitz der Familie Ebner, war früher auch Umspannstation für Postkutschen: im Garten vor der großen Linde wurde um die Jahrhundertwende eine Ziegelei betrieben. Im „Rössle“ werden dem Ihnen köstliche Speisen und urträchtige Bauernvesper angeboten.

4. Etappe: wieder zurück nach Höchenschwand (4,9 km)

Gestärkt und ausgeruht verlassen Sie Tiefenhäusern in östlicher Richtung, bis Sie nach dem alten Schulhaus die Straße nach rechts verlassen und links hinunter zum Waldrand gelangen. Nach kurzem, steilen Anstieg überqueren Sie erneut den Aubach und steigen sogleich bergan, um nach den Weiler Oberweschnegg zu erreichen.
Auch hier trifft man, wie in den anderen Dörfern, noch zahlreiche Landwirte an. Während den Erntezeiten herrscht rege Betriebsamkeit in und um die Höfe. Der 11-Dörfer-Weg führt Sie in nördlicher Richtung durch das Dorf und weiter auf gut befestigten Feldwegen nach Frohnschwand. Die offene und freie Landschaft wird wieder deutlich und weckt ein befreiendes Wohlgefühl.Frohnschwand, ein gepflegtes kleines Dorf, begrüßt Sie mit einer prächtigen Ahornallee am Ortseingang. Am nördlichen Dorfausgang wandern Sie direkt auf den „Landgasthof Engel“ zu, der aufgrund seiner gutbürgerlichen Küche, aber auch wegen seiner Lage unmittelbar an der B 500, über die Region hinaus bekannt ist. Nun liegen noch ca. 2,5 km vor Ihnen. Entlang der alten Kreisstraße, auf der bis zur Fertigstellung der Bundesstraße 500 im Jahr 1958 der gesamte Verkehr von und nach Waldshut rollte, gelangen Sie nach Heppenschwand.
Von der Anhöhe aus haben Sie einen herrlichen Blick auf das Dorf, aber auch auf Attlisberg, das sich in östlicher Richtung anschließt. Beide Orte sind durch das Neubaugebiet verbunden. Es ist den Planern und der Gemeinde gelungen, die Neubauten, ähnlich wie die alten Häuser im Dorfkern, harmonisch in die Landschaft einzufügen. Der 11-Dörfer-Weg führt Sie durch Heppenschwand und auch durch das Neubaugebiet hinauf zum Sonnenweg. Jetzt haben Sie wieder die Ausgangshöhe erreicht. Ein Blick zurück in Richtung Süden ist jetzt absolut unvermeidbar. Vor Ihnen liegen die schon bekannten Dörfer und am Horizont ragen die Schweizer Alpen majestätisch in den Himmel. Dieser herrliche Anblick hat sicherlich schon Tausende erfreut und auch Künstler inspiriert. So verstand es der Höchenschwander Kunstmaler Christian Gotthard Hirsch in hervorragender Weise, diese Stimmung in seinen Bildern festzuhalten.
Auf den letzten Metern bis zum Ausgangspunkt kommen Sie am neuen Friedhof vorbei, dessen Einsegnungshalle von besonderem architektonischem Wert ist. Nördlich von Ihnen liegt der heilklimatische Kurort Höchenschwand, der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde. Wer von den zurückliegenden 17,5 km und den 520 Höhenmetern noch nicht allzu sehr geprägt ist, sollte die Gelegenheit nutzen, sich im modernen Kur- und Ferienort mit seiner erstklassigen und vielseitigen Gastronomie umzusehen. 

 

Schnupperroute über Amrigschwand

Aufgrund der Streckenführung des Hauptweges von Strittberg über Segalen nach Ellmenegg wurde der Ortsteil Amrigschwand nicht durchwandert. Als Ergänzung besteht eine sehr interessante Wegführung von Strittberg über Amrigschwand nach Ellmenegg.

Wer den 11-Dörfer-Weg nicht auf Anhieb in seiner vollen Länge erwandern will, kann in Strittberg beim Dorfplatz nach rechts Richtung Amrigschwand abbiegen. Der Kreisstraße folgend geht es vorbei an der „Josefs-Kapelle“ zum ehemaligen Schulhaus der bis 1974 selbständigen Gemeinde Amrigschwand. Ein schmaler Fußweg führt Sie durch den Wald nach Amrigschwand, wo Sie am traditionsreichen „Gasthaus Adler“ und dem ehemaligen Rathaus vorbei kommen. Nach einigen Metern auf der Kreisstraße wandern Sie an einem großen landwirtschaftlichen Ökonomiegebäude vorbei hinunter ins Salzbachtal. Sie überschreiten den Bach und gelangen nach einem kurzen Anstieg bergseits zu den Feldern von Ellmenegg, und sodann ins Dorf, wo Sie beim Dorfbrunnen wieder auf den Hauptweg gelangen.
Wer nun dem Hauptweg bis Attlisberg folgt, dann jedoch anstatt Richtung Unterweschnegg nach rechts Richtung Höchenschwand und von dort nach Höchenschwand zum Ausgangspunkt wandert, kommt in den Genuss eines reizvollen Rundwanderweges mit 7,1 km Länge.

Studiert man die Wandertafeln, die Höchenschwander Wanderkarte und das Faltblatt mit Höhenprofil zum 11-Dörfer-Weg (erhältlich bei der Tourist-Information Kurverwaltung im Haus des Gastes in Höchenschwand) genauer, sind noch weitere interessante Kombinationen zu entdecken. Es lassen sich somit je nach persönlicher Neigung verschiedene Teilstrecken des Weges zu einer interessanten und individuellen Wanderstrecke zusammenstellen.

 

Länge: 17,5 km     Schwierigkeitsgrad: mittel

 

PDF- Datei 11-Dörfer-Weg

 

 
 

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